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R2020 4SibirienIns ewige Eis für ewiges Leben

Sie knieten sich in den Schnee und drängten ihn und sein Team, wenigstens einen Abend zu bleiben und von ihrem Gott zu berichten.

Tausende von Kilometern liegen schon hinter uns. Auf der Suche nach Benzin und Lebensmitteln durchqueren wir ein Dorf am Polarmeer.

Vom Aussterben bedroht
Seit 1994 arbeiten wir in Sibirien. Und seit 2006 unternehmen wir regelmäßig Vorstöße durch ewiges Eis in Richtung Polarkreis zu den Jakuten, Burjaten, Ewenken, Jukagiren etc. Völker, die vom Aussterben bedroht sind, und die ohne Jesus tiefer sinken, als nur in das buchstäblich kühle Grab.
Ihre Dörfer liegen zerstreut, mit zumeist 500–800 Kilometern Abstand. Alkohol ist hier der Killer Nr. 1 und dient als eine Art Währung; Bargeld oder Kreditkarten gibt es nicht. Gegen heiß begehrtes Hochprozentiges wird alles eingetauscht: Fleisch, Felle, Fisch etc. Schon Babys wird das Saufen im wahrsten Sinne des Wortes in die Wiege gelegt. Sie erhalten Alkohol verabreicht, damit sie ruhig sind und niemanden stören.
Bleiben Betrunkene irgendwo liegen, löst die Kälte von bis minus 60° C ihr Alkoholproblem rasch und für immer. Wer Sauforgien überlebt, fällt leicht einem Streit zum Opfer, denn der Griff zu den Waffen ist hier nahezu ein Reflex. Medizinische Versorgung gibt es nicht, schon einfachste Erkrankungen bringen die Leute ins Grab. So sterben diese Völker nach und nach aus.

Basislager für Vorstöße in den Norden
Jesus kann das Schicksal dieser Menschen wenden. Auch sie haben das Recht, die gute Nachricht zu hören und neues Leben zu erhalten. Deshalb setzen wir alles daran, in ihren Dörfern Gemeinden zu etablieren. Dazu braucht es allerdings hingegebene und mutige Leute, die bereit sind, dorthin zu gehen - und zu bleiben. Doch woher können wir sie nehmen?
Die Bibelschule in Angarsk, 1997 gegründet, ist dafür eine Art »Basislager«. Diese Nachwuchsschmiede bildet Bibelschüler aus, von denen 70–80% alkohol- oder drogensüchtig waren. Ihnen ist die Macht dieser Killer vertraut und auch die noch größere Kraft dessen, der sie daraus befreit hat. Nach Abschluss der Bibelschule schwärmen rund 20% von ihnen aus in Richtung Norden. Jährlich entstehen sechs bis neun Gemeinden.
Die Bibelschule, bislang in Gemeinderäumen durchgeführt, platzt inzwischen aus allen Nähten. So ist 2019 der Bau eines eigenen Bibelschulgebäudes beschlossen worden. Die Finanzierung ist allerdings noch nicht gesichert.

Eine eindringliche Bitte
Zurück zum erwähnten Dorf am Polarmeer. Wir fragen ein Ehepaar nach dem Weg, kommen mit ihnen ins Gespräch. Sie wollen wissen, wer wir sind, woher wir kommen und was uns hergebracht hat. Auf unsere Antwort hin sagt die Frau: »Dieser Jesus muss ein wichtiger Gott sein, dass ihr bereit seid, für ihn so weit zu fahren.« Worauf sich beide hinknien und uns eindringlich bitten, doch wenigstens einen Abend zu bleiben und ihnen von diesem Gott zu berichten. Das stellt zwar unseren (Zeit-)Plan auf den Kopf – aber wie könnten wir eine solche Bitte abschlagen? So trommelt der Mann 40 Dorfbewohner zusammen, von denen an diesem Abend sechs Jesus Christus annehmen.

Im ewigen Eis für ewiges Leben! Danke für Ihr Beten und Ihre finanziellen Investitionen.