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Marokko dealer der guten nachricht

Marokko: Dealer der guten Nachricht

Er ist in einem von Drogenanbau und -handel verseuchten Gebiet Marokkos aufgewachsen. In Konsum und Handel von Drogen involviert, hatte er mehrmals mit der Polizei zu tun. Doch über die Behörden hinaus sind jetzt noch andere an ihm interessiert.

Eine Begegnung mit Abdellatif in Marokko kann man nicht so schnell vergessen, obwohl er sich äusserlich kaum von all den anderen Jungs unterscheidet. In seiner Region gibt’s viele Berge und Wüsten, sehr wenig zu tun und sehr viele Drogen. Bereits in jungen Jahren gerät Abdellatif ins einschlägige Milieu. Alkohol, Drogen und Freunde sind sein Leben – waren sein Leben …

Überraschende Ernüchterung Nach einem feuchtfröhlichen Nachmittag mit Freunden, geht er den Strand entlang, will ein bisschen Luft schnappen. Plötzlich sieht er zwei Bücher daliegen. Offensichtlich zwei Neue Testamente, die irgendjemand vielleicht absichtlich liegen gelassen hat. Abdellatif stutzt, nimmt die Bücher auf und ist schlagartig nüchtern – die Wirkung des Alkohols und der Drogen ist wie weggeblasen, der Nebel um seine Sinne weg. Kann er diesen noch vertrauen? Gott scheint ihn nicht in Ruhe lassen zu wollen, ist es doch schon das dritte Mal, dass sich Gott ihm gegenüber auf ungewöhnliche Weise äussert. Abdellatif erinnert sich an das erste Mal: Er hantierte an einem Transistorradio ohne Kabelverbindung und Batterien herum. Doch plötzlich gibt das Ding auf verschiedenen Kanälen christliche Programme von sich. Radikale Umkehr, radikale Verfolgung Abdellatifs Stranderlebnis gibt ihm den letzten Anstoss. Seine Hinwendung zu Gott ist radikal. Ebenso seine Instant-Befreiung von allem Suchtverhalten.

Die Veränderung ist so krass, dass seine Freunde den Vorher-Nachher-Effekt sofort bemerken. Abdellatif schliesst sich einer Hauskirche an und verbreitet die gute Nachricht von Jesus in alle Richtungen. Und es kommt, was kommen muss: Er wird unter Druck gesetzt, muss mehrmals umziehen, weil er aus seinen Wohnungen geworfen wird. Wieder bekommt er es mit der Polizei zu tun, wird wiederholt auf die Wache geschleppt – doch diesmal aus einem anderen Grund. Es folgen Verleumdungskampagnen in der Presse. Die ganze Stadt weiss: Der Drogendealer ist Christ geworden. Und dazu einer, der die gute Nachricht in der Öffentlichkeit breitschlägt. Leute suchen ihn in den Cafés auf, fragen ihn über die Gründe für seinen Gesinnungswandel aus.

Der Mann ist entflammt von einer verzehrenden Liebe für Gott und sein Land. Eine ansteckende Liebe, von der wir uns wünschten, dass sie wie eine Epidemie um sich greift.