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News 27 KW Griechenland

Syrien: Das Leid der Einzelnen

Diese Mutter trauert um ihr kleines Mädchen, Dejle. Die Familie gehört zu unserer Kirche in Kobane.

“Ich habe niemanden mehr. Ich hatte nur mein kleines Mädchen. Keiner hilft uns. Sind wir denn nicht auch einfach nur Menschen?“ 

Verloren, verzweifelt, verlassen. Diese trauernde Mutter und ihre Klage stehen stellvertretend für Tausende von Einzelschicksalen, Tausende von ungehörten und ungesehenen Opfern von diesem eskalierenden Konflikt im Nahen Osten.

Das erste uns bekannte Opfer dieses Krieges ist ein kleines Mädchen mit dem Namen Dejle. Mutter und Vater sind beide Mitglieder unserer Kirche in Kobane, Syrien. Wohnhaft ist die Familie in der Grenzstadt Raʾs al-ʿAin, die zu den ersten Zielen der türkischen Militäraktion gehörte. Der Vater ist in den Kampf gezogen, um die Stadt zu verteidigen – wie es ihm geht, ist nicht bekannt. Die kleine Tochter wurde bei der Bombardierung in den letzten Tagen getötet. Zurück bleibt eine trauernde Mutter, die sich von der ganzen Welt verlassen fühlt.

Die politische Einordnung und Beurteilung der ganzen tragischen Situation überlassen wir anderen. Wofür wir uns einsetzen, sind die einzelnen betroffenen Menschen. Wir setzen alles daran, die zivile Bevölkerung in und um Kobane mit medizinischer Hilfe und Brot zu versorgen. Und wir hoffen, damit zumindest im Kleinen gegen die herrschende Verzweiflung anzukämpfen und einen Schimmer Hoffnung zu verbreiten.