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Sibirien Report 1 2020China: Christen beim Helfen verhaftet

Wegen unbewilligter Hilfeleistungen für Coronavirus-Betroffene werden in Wuhan und Umgebung neuerdings Christen verhaftet und deren Hilfsgüter beschlagnahmt. 

Das im Februar 2018 eingeführte Religionsgesetz, das eine neue Verfolgungswelle gegen Christen und Menschen anderen Glaubens ausgelöst hat, wurde am 01. Februar 2020 verschärft. Von den Leitenden der Kirchen wird volle Hingabe an die kommunistische Partei verlangt. Weiter fordert ein Fünfjahresplan die christlichen Kirchen in China dazu auf, ihre Kreuze durch Nationalflaggen zu ersetzen, patriotische Lieder zu singen und von der kommunistischen Partei vorgegebene Predigten zu halten. Bereits sind zahlreiche Christen verhaftet worden, obwohl das Recht auf Religionsfreiheit in der Verfassung verankert ist.

Zurück im Seuchengebiet. Seit Januar, noch bevor das Gesetz in Kraft getreten ist, erhielten wir mehrere Berichte über Verhaftung von Christen, die mittels Hilfsgütern versuchten, der Stadt im Kampf gegen das Coronavirus beizustehen. In einer uns vorliegenden Botschaft heißt es: »Bitte, beten Sie für unsere Kirche, wenn wir der Stadt Wuhan Hilfe zukommen lassen. Zwei unserer Freunde sind ins Gefängnis gebracht und all ihre Habseligkeiten, einschließlich der dringend benötigten Masken, beschlagnahmt worden.«

Trotz Risiko, verhaftet zu werden, gehen chinesische Christen in Wuhan weiterhin auf die Straße, um den Menschen in dieser schrecklichen Zeit zu helfen. Die verzweifelten Bewohner in Wuhan schätzen die Hoffnung, die ihnen von Christen gebracht wird; besonders jetzt, wo Beamte ohne wirklichen Anlass in Privatwohnungen eindringen und Bewohner in Quarantäne stecken.

Die chinesischen Christen halten am Glauben fest, dass Gott gerade in dieser Herausforderung eindrückliche Zeichen und Wunder vollbringen kann. Wir unterstützen sie darin und beten um Kraft und Durchbrüche.

Psalm 49:6+16
»Warum sollte ich mich fürchten in schweren Tagen? Warum sollte ich Angst haben vor Menschen, deren Bosheit mich verfolgt? … Mich aber wird Gott erlösen und den Klauen des Todes entreissen, er wird mich zu sich holen und bei sich aufnehmen.«