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Sudan Pastoren vor Gericht Sudan: Pastoren vor Gericht

Diese Woche beginnen die Verhandlungen betreffend zwei Gemeindeleitern im Sudan. Die Anschuldigungen besagen, dass die beiden Männer das Ziel hätten, den Ruf der Regierung zu schädigen.

Laut der sudanesischen Tageszeitung „Sudan Tribune“ hätten die zwei Pastoren Videos produziert, in denen das Töten unschuldiger Zivilisten, brennende Dörfer und die Verfolgung von Christen gezeigt würden.

Die Kläger erklärten dem Gericht im Weiteren , dass die zwei Pastoren Spitzelarbeit leisten und sogar die Rebellen im Süd-Kordofan unterstützen würden. Vor Gericht stehen auch ein junger Student und ein tschechischer Anwalt und Filmemacher, welche die beiden Pastoren unterstützt haben sollen.

Die Anklage wird untermauert durch Material, dass auf Laptops, USB-Sticks und Handys gefunden wurde. Laut den Klägern sollte das Material dazu verwendet werden, internationale Aufmerksamkeit zu erlangen und damit den Druck auf die Regierung zu erhöhen. Für diese Anschuldigungen könnten die Kläger sogar die Todesstrafe fordern. Doch die Anwälte der Pastoren sind für den Prozess gewappnet und kampfbereit.

Die zwei Pastoren sitzen seit dem 18. Dezember 2015 in Untersuchungshaft. Jeglicher Kontakt zur Aussenwelt wurde ihnen untersagt.

Leider ist und bleibt die Verfolgung im Sudan nach wie vor ein grosses Thema. Nach der Unabhängigkeit vom vorwiegend christlichen Südsudan bestätigte der Präsident Omar al-Bashir, dass der Sudan ein Islamischer Staat bleibt, in dem die Scharia als massgebliches Gesetz gilt. Seither hat der Druck auf Christen erneut zugenommen.

Das Land befindet sich seit über 10 Jahren in den „Top Ten“ des Weltverfolgungsindexes. Vergessen wir diese Situation nicht und beten wir weiter für die Christen vor Ort und die zwei Pastoren vor Gericht.