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Irak Schrecklicher Jahrestag Irak: Dramatische Erinnerung

Diese Woche gedenken wir eines tragischen Jahrestages: Vor ziemlich genau zwei Jahren mussten zehntausende Christen die Stadt Mossul und die Gegend um Ninive als Flüchtlinge verlassen.

Bei ihrem Vormarsch auf Mossul hatten die IS-Terroristen Klöster, Kirchen und christliche Friedhöfe zerstört. In der Stadt kennzeichneten sie Häuser der Christen und stellten diese vor die Wahl: Horrende Schutzsteuer, Übertritt zum Islam, Flucht – oder das Schwert. Die Bilder dieser tragischen Ereignisse, die in diesen Tagen durch die Medien kursierten, sind noch in unserer Erinnerung. Auch das auf Hauswände gesprayte „N“ (Nazarener = Christ) bleibt als Symbol für diese anhaltende Zeit des Schreckens für die Christen dieser Region.

An vielen Orten lassen die Vertriebenen Erinnerungen an diese Tage aufleben, zelebrieren sie mit Theaterstücken oder Schweigemärschen durch die Straßen. Und sie beten für eine Befreiung der Städte, die nach wie vor in der Gewalt des IS sind. Denn der größte Wunsch all dieser Flüchtlinge ist es so schnell wie möglich in ihre Heimat zurückzukehren.

Die systematischen Vertreibungen der Christen aus Mossul nahmen in den Tagen zwischen dem 10. und 17. Juni 2014 ihren Anfang, während die Ninive-Ebene insbesondere am 6. und 7. August desselben Jahres von Christen »gesäubert« wurde. Diese Gegenden galten nicht nur als Zentren, sondern auch als historisch relevante Hochburgen des Christentums im Irak.