
Verändert von Vaterliebe
»Die Verständigung war anfangs nicht einfach, weil wir kein Bulgarisch konnten. Doch mit Händen und Füssen fanden wir einen Weg, miteinander zu kommunizieren. Tag für Tag wuchs das Vertrauen der Kinder, und wir konnten Beziehungen aufbauen. Wir verbrachten viel Zeit mit ihnen, spielten gemeinsam und durften ihnen Liebe schenken. Über dem ganzen Camp lag ein spürbarer Frieden. Das hat mich tief beeindruckt.
Dabei merkten wir, dass einige Kinder schwere Belastungen aus ihrer Vergangenheit mit sich trugen. So auch ein Junge, dessen Vater vor einigen Jahren gestorben war. Diese Traurigkeit begleitete ihn bis heute und wurde besonders stark, wenn andere Geburtstag hatten. Am letzten Tag des Camps feierte jemand Geburtstag. Da brach seine Trauer erneut auf, und er vermisste seinen Vater sehr.
Die Leiter nahmen sich Zeit für ihn und hörten ihm zu. Schließlich sagte er von sich aus, dass er beten möchte. Er fragte Gott, ob er sein himmlischer Vater werden will. Es war bewegend zu erleben, wie der Junge den Vater fand, nach dem sich sein Herz so sehr sehnte. Schon kurz darauf war eine Veränderung an ihm zu erkennen. Auch bei einigen anderen Kindern hatten wir den Eindruck, dass sie anders nach Hause gingen, als sie gekommen waren.«



