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kuba3 sl verfolgungReligionsfreiheit nur auf Papier

Viele bürgerliche und politische Rechte bleiben auf Kuba massiv eingeschränkt. Religionsfreiheit wird in der Verfassung zwar gewährt, doch nur solange sie nicht gegen die Revolution oder sozialistische Ziele gerichtet ist.

Immer wieder werden auf Kuba Kirchen zerstört. So auch die Kirche von Pastor Julio Perez. Er hatte das Gebäude mit ausdrücklicher Erlaubnis der lokalen Regierungsvertreter errichtet. Bald schon erregte die wachsende Gemeinde aber den Unmut der Obrigkeit. Diese verhängte zuerst willkürlich mehrere hohe Geldbußen, dann wurde die Kirche kurzerhand dem Erdboden gleichgemacht.

Bastiano Hernandez bekleidet ein wichtiges Amt bei den Asambleas de Dios. Er wird regelmäßig zu sogenannten »Gesprächen« vorgeladen. Zieht die freundliche Bestechungstour der Beamten nicht, werden härtere Saiten aufgezogen. Beim letzten Gespräch haben sie Bastiano nach allen Regeln der Verhörkunst bearbeitet, seine Frau und Kinder massiv bedroht und versucht, ihn mit vorgehaltener Pistole einzuschüchtern. Doch Bastiano – mit heiligem Zorn erfüllt – hat die Faust auf den Tisch gehauen, sich auf seine Menschenrechte berufen und ist kommentarlos rausmarschiert.

Gibt es für die Christen auf Kuba mehr Freiheit? Ein Leiter der Asambleas de Dios: »Nein, es gibt nicht mehr Freiheit. Es gibt einfach ein bisschen weniger Druck.« Hoffen und beten wir, dass dieser weiter abnimmt. Für die Christen auf Kuba ist es wichtig zu wissen, dass wir sie nicht vergessen und verstehen, wie dunkel es auf der Sonneninsel teilweise noch ist.