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syrien umkehrerSyrien: Von Rück- und Umkehrern

Bilanz der Horrorszenarien im Nahen Osten sind Millionen Flüchtlinge, hunderttausende Tote und eine desillusionierte islamische Gesellschaft. Aber wenn Jesus sich offenbart, werden auch Ex-Terroristen zu Evangelisten. 

Vor verschlossenen Lagertoren 
Anfang 2013 besucht unser Mitarbeiter F. in der Türkei kurdische Dörfer mit Flüchtlingslagern. Das befeuert sein Anliegen, den Bewohnern zu helfen und Hoffnung zu vermitteln. Doch er wird mehrfach vor den Toren der Zeltfestungen abgewiesen und zieht enttäuscht ab. Aber der Heilige Geist interveniert: »Umkehren!« Mit wenig mehr Gehorsam als Widerwillen kehrt F. um. Just vor einem Flüchtlingscamp gibt sein Gefährt röchelnd den Geist auf. »Auch das noch! ...« Da kommt eine Frau daher und fragt, was er als Ausländer hier treibe. »Ich will helfen, aber niemand scheint das zu wollen.« Worauf sie empört seine Hand packt und ihn zum Office des Bürgermeisters dirigiert und ihren Protest darüber anbringt, dass ausländische Hilfe abgewiesen wird.

Mit offenen Karten
F. erklärt, er wolle praktische Hilfe ins Camp bringen – und Hoffnung durch die Botschaft von Jesus Christus. Die frappierende Antwort der Stadtregierung auf dieses Ansinnen ist: »Bringen Sie uns Nahrung und Decken, dann dürfen Sie von Isa al-Massih erzählen!« Jetzt geht es Schlag auf Schlag: F. erhält Zugang in ein Camp mit 8000 Syrern, später die gesamte Betreuungsverantwortung. 

Unsere Teams gehen von Zelt zu Zelt, trinken Tee mit den Leuten, beten und erleben, wie Gott wirkt. Monate danach kehren rund 300 neue Isa (Jesus)-Nachfolger in ihre syrische Heimat Kobane zurück.

Zurück in Syrien
Die konvertierten Rückkehrer eröffnen einen christlichen Bücherladen und initiieren verschiedene christliche Treffen. Drei Motorradteams preschen von Dorf zu Dorf, präsentieren den Jesus-Film, taufen, begleiten, multiplizieren ... Sie verwirklichen Apostelgeschichte live im 21. Jahrhundert – in Landstrichen, die für das Evangelium über Jahrhunderte unzugänglich gewesen sind!

Todesengel wird Evangelist
Und Gott findet Wege, selbst IS-Terroristen zu zähmen. Der bärtige P. schildert unseren Mitarbeitern, wie Jesus ihm begegnet ist. »Du meinst im Traum?« Die Frage liegt nahe, denn das ist Realität bei ungefähr einem von drei muslimischen Konvertiten. »Nein, nicht im Traum«, versichert P., »er stand ganz plötzlich physisch vor mir. Ich wollte ihn berühren. Aber ich konnte es nicht. Er ist so heilig! Ich fiel nieder, sah alle meine Gräueltaten vor mir. Ich flehte um Gnade und Vergebung, und als ich aufschaute, war Isa weg!« 

Der Ex-Terrorist stellt sich den kurdischen Peschmerga-Soldaten, erklärt, dass er sechzehn Menschen umgebracht hat. »Steckt mich ins Gefängnis oder bringt mich um. Egal. Das Einzige was zählt: Ich habe meinen Erlöser gefunden, alles, was jetzt geschieht, ist Nebensache!« P. wird weggesperrt und nach sechs Monaten entlassen. Heute ist er als Evangelist in denselben Dörfern unterwegs, wo er früher als Todesengel gewütet hatte.

Rück- und Umkehrer brauchen alle dasselbe: Jesus – und dass wir für sie beten.