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Marokko Christen im Geheimm Christ im Geheimmodus

Marokko gehört definitiv nicht zu den Ländern, in denen Christen an jeder Straßenecke zu finden sind - aber es gibt sie.

Zwischen 2010 und 2012 schwappte eine massive Verfolgungswelle über Marokko hinweg.

Neu durchstarten
Unserem Länderverantwortlichen für Marokko ist kein marokkanischer Christ, der hinter Gitter verbannt wurde, untergekommen, der nicht an seinem Glauben festgehalten hätte. Und Christen, die damals aus Furcht Reißaus genommen hatten, finden heute in ihre angestammten Gemeinden und zum Mut zurück, sich in Privathäusern zu treffen. Hausgemeinden, die sich aufgelöst hatten, als ihre Leiter den Dienst quittierten, formieren sich erneut. Eine neue, junge Generation von leitenden Mitarbeitern ergreift die Initiative, baut Gemeinden auf.

Wenn Schüsse nach hinten losgehen
Seit Anfang 2015 herrscht hier eine Art geistlicher Baby-Boom, mit ausgelöst durch den Arabischen Frühling und den so genannten Islamischen Staat. »Wenn das, was die repräsentieren, der Islam ist, pfeife ich darauf«, so denken viele Muslime. Vor allem die jungen Leute sind auf der Suche nach einer überzeugenden Alternative – und finden sie in der Botschaft der Bibel, die in einem totalen Kontrast zum Koran steht.

Hatte AVC vor sieben Jahren dreizehn Hausgemeinden unterstützt, sind es heute auf ganz Marokko verteilt 21. Sie geben die Botschaft von Jesus weiter und gründen neue (Haus-) Gemeinden. Kinder sollen erreicht und betreut und Drogenabhängige rehabilitiert werden. Und wir unterstützen das Training einer neuen Generation von Leitern und Mitarbeitern. Sie arbeiten daran, Lieder und Bibelkurse in die lokalen Sprachen Marokkos zu übersetzen. Weitere Arbeitszweige sind Sozialarbeit und Beratungsangebote für Frauen.

Einsatzort Sahara
Unser Projektleiter vor Ort ist ein Mann mit Vision: »Wir wollen junge einheimische Evangelisten an die hintersten Zipfel des Landes schicken. Deshalb führen wir seit 2015 dreimonatige Missionstrainings durch. Ein erstes Team ist bereits 2015 in eine Stadt in der Sahara gezogen, in diesem Februar startete ein junger marokkanischer Evangelist andernorts in der Sahara, drei weitere bereiten sich für ihren Einsatz vor.«

Der Projektleiter ist positiv überrascht: »Die Leute um uns herum sind viel offener als früher. Sie respektieren uns als Christen, schätzen unser soziales Engagement und nehmen Hilfe dankbar an.«