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Tansania WanzeTansania: Gegen Übermacht

In unserem Kinderheim in Morogoro sehen sich die Kinder, Mitarbeiter und freiwilligen Helfer einer zahlenmäßigen Übermacht gegenüber, die ihnen das Leben – oder genauer – das Schlafen, schwer macht.

Sie kamen zurück von einem Besuch. In ihrem Gepäck hat bringen sie ungebetene ¬»Gäste« mit, die sich sofort daran macht, das Kinderdorf zu erobern. Jetzt sind sie da – zu Hunderten. Die Rede ist von Bettwanzen, denen auch mit chemischen Mitteln aus Deutschland bislang nicht beizukommen war. Eine tansanische Firma hat dann den Kampf aufgenommen und großzügig ein Mittel versprüht, das zu geschwollenen Augen, Juck- und Hustenreiz führte. Die Kinder und Betreuer campierten einige Nächte draußen. Zudem wurden nur die Innenräume besprüht und nicht - wie beauftragt und notwendig - auch der Dachboden. Resultat: Die Viecher kriechen jetzt von oben wieder in die Räume. An erholsamen Schlaf ist unter diesen Umständen nicht zu denken. Die Wanzen attackieren und beißen alle und alles, was nur in ihre Nähe kommt. Eigentlich hat keiner mehr Lust, sich schlafen zu legen. Die Nächte sind unruhig und die Bisse schmerzhaft.


Die Matratzen sind derart verseucht, dass sie auf den Müll gehören. Eine Person hat eine großzügige Spende gemacht, so dass Ersatz angeschafft werden kann. Doch damit ist der Kampf gegen die Eindringlinge nicht beendet. So halten alle tapfer durch und träumen von dem Tag, an dem sie endlich wieder ruhig und friedlich schlafen können.