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Suchtlos glücklich

Die Rückfallquote bei der staatlichen Drogen- und Alkoholrehabilitation ist hier extrem hoch. Das liegt daran, dass es nicht ausreicht, äußere Symptome anzugehen. Die innere Leere muss gefüllt, der Sinnlosigkeit im Leben begegnet werden. Wird das nicht erreicht, liegt der Griff zu Suchtmitteln nahe, sobald auch nur die geringste Herausforderung zu bewältigen ist.

In den christlichen Reha-Zentren erhalten die Abhängigen Betreuung beim körperlichen Entzug – und zusätzlich wird den Ursachen der Sucht intensiv auf den Grund gegangen. Hier spielt der christliche Glaube eine entscheidende Rolle. In zahllosen Gesprächen, Gebeten und anhand der Bibel wird ein neues und tragfähiges Fundament erarbeitet.

Das Leben eines Junkies ist hart – und so bleibt es auch in der Reha. Durch frühes Aufstehen, je fünf Stunden körperliche und geistliche Arbeit am Morgen und an den Nachmittagen lernen sie, sich sinnvoll zu beschäftigen, und gewöhnen sich an normale Tagesstrukturen. Neun Monate bleiben sie im Zentrum. In den folgenden sechs Monaten werden sie allmählich in den Alltag außerhalb des geschützten Rahmens der Reha-Einrichtung zurückgeführt.

Mehr als 1000 Männer und Frauen haben seit 2002 das Programm der Reha durchlaufen, die meisten mit Erfolg. Heute sind sie zufriedene Menschen und in der Lage, ihre Probleme ohne Suchtmittel zu lösen. Viele von ihnen sind zuverlässige und engagierte Gemeindemitglieder geworden.