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Irak: "Lasst wenigstens Bibeln da!"

Gott bringt buchstäblich Leben in ein totes Flüchtlingscamp im Nordirak.

Flüchtlingscamp im Nordirak. Kein Zeltlager, sondern eher ein Dorf mit einfachen Häuschen. Die Menschen leben dort teilweise seit 20 Jahren – gefangen in einem bewachten Areal in einem fremden Land, ohne Papiere, ohne Perspektive, ohne Abwechslung. Seit 2.5 Jahren ist AVC vor Ort und versucht, Hoffnung, Liebe und Sinnhaftigkeit in diese trostlose Umgebung zu bringen. Nach monatelangem treuem Dasein, unzähligen Nachbarschaftsbesuchen und Gesprächen, langen Nächten bei Hitze und Kälte und viel Gebet zeigen sich nun erste Früchte der Arbeit. Unsere Projektleiterin vor Ort berichtet begeistert vom geistigen Durchbruch, der plötzlich stattfindet.

Menschen übergeben ihr Leben Jesus, erste Taufen finden statt, und am Sonntag versammelt sich jeweils eine Handvoll frischer Christen zum neu initiierten Gottesdienst im Camp. Und das alles innerhalb von nur wenigen Monaten. Diese «jungen» Christen erleben Gott auf ganz besondere Art und Weise. Kaum haben sie ihr Leben Jesus übergeben, gehen sie selbständig neue Glaubensschritte, erzählen anderen Menschen im Camp von Jesus, beten für Heilung, … – auch dann, wenn unser Team nicht vor Ort ist. «Seit ich Jesus habe, liebe ich die Menschen, ich kann gar nicht anders!» beschreibt ein junger Kurde seine Verwandlung. Er hat in der Vergangenheit einen Bombenanschlag aus nächster Nähe überlebt.

Ein Ehepaar, Eltern von zwei Kindern, hat bereits vor langer Zeit eine Bibel von unserem Team erhalten. Sie haben es mit Lesen jedoch nur bis knapp über die Schöpfungsgeschichte hinausgeschafft. Ein Teammitglied hat den beiden nun empfohlen, im Neuen Testament zu lesen – und das hat eingeschlagen: Während mindestens einer Woche lasen sie täglich gemeinsam sechs (!) Stunden in der Bibel und konnten sie kaum mehr weglegen. Die Veränderung der Beiden war so frappant, dass sie begonnen haben, an Jesus zu glauben. Anfänglich haben sie sich noch als Muslime bezeichnet, sind aber trotzdem in den Gottesdienst gekommen. Es hat aber nicht lange gedauert, da haben sie sich für Jesus entschieden und sich taufen lassen.

Als unser Team sich Ende diesen Sommer für einen Heimataufenthalt verabschiedet hat, meinte dieser frisch bekehrte Ehemann: «Ach, ihr seid alle weg für einen ganzen Monat? Das ist eine lange Zeit… könnt ihr wenigstens einen Stapel Bibeln dalassen, für alle, die sich in der Zwischenzeit bekehren?» Diesen Wunsch hat das Team natürlich mit Vorfreude auf die Rückkehr gerne erfüllt. Das Ehepaar hat vor einigen Wochen auch eine Imbissbude im Camp eröffnet, die sie Jesus gewidmet haben. Da sind plötzlich Hoffnung, Lebensmut und Zukunftspläne – alles Dinge, die im Camp sonst kaum anzutreffen sind. Gott bringt buchstäblich Leben in ein totes Camp.