Oase des Friedens?
Inmitten der sich seit Jahrzehnten oft gegenseitig bekämpfenden Nachbarstaaten ist das Königreich Jordanien für lange Zeit eine Art Oase des Friedens gewesen. Doch der gewaltige Flüchtlingsstrom aus dem Irak lässt den inneren Frieden ins Wanken geraten.
Flüchtlingsstrom bedroht den Frieden
Seit etwa fünf Jahren sind über 600 000 Iraker vor Terror und Verfolgung in ihrer Heimat nach Jordanien geflohen. Ihre Versorgung oder Integration in Jordanien überfordert das Land bei Weitem. Die Flüchtlinge leiden dadurch bis ins Unerträgliche, stehen am Rand des Todes. Verzweifelte bieten ihre Körperorgane wie z. B. eine Niere zur Transplantation an, um dem Hunger wenigstens für kurze Zeit entfliehen zu können. Die Selbstmordrate steigt dramatisch. Seit 2007 ist AVC unter den Flüchtlingen tätig.
Überlebenshilfe
Mit Hilfe des Auswärtigen Amtes hat AVC / NEHEMIA in die dramatische Situation eingreifen und die Nothilfe bis heute fortsetzen können. Heizmaterial, Decken und Lebensmittel helfen den Flüchtlingen zu überleben. Allmählich entwickeln sich herzliche Beziehungen zwischen Bedürftigen und den Helfern. Menschliche Zuneigung und Wärme erweisen sich als ebenso wichtig wie die verschenkten Hilfsgüter.
Mord in der Familie infolge von Abkehr vom Islam, Angriffe auf Frauen, die keine moslemische Kleidung tragen, Todesdrohungen gegenüber Handwerkern, die für Amerikaner in Baghdad gearbeitet haben, Köperverletzung an Englischlehrern, weil sie die Sprache der Feinde oder »Ungläubigen« lehren, Exekution auf offener Straße von Menschen, weil sie ein Kreuz um den Hals tragen. All das spielt sich täglich im Irak ab und treibt auch weiterhin Scharen von Menschen nach Jordanien. Die Hilfe für die Verfolgten weiterzuführen, ist eine Herausforderung für die Zukunft.

- Auch erste »Tropfen auf heisse Steine« bereiten Freude



