Gelockerte Zügel

«Vietnam» – eine Art Synonym für chronischen Kriegszustand, Trauma der US-Armee, kommunistischen Terror, Unterdrückung und Leiden, brutale Verfolgung Unschuldiger und Andersdenkender, zum Beispiel der Christen. Doch es gibt zunehmend Gutes zu berichten.

 

Hanoi, charmant chaotisch

Theoretische Glaubensfreiheit

Mit dem neuen Religionsgesetz aus dem Jahr 2004 haben Verfolgung und Schikanen seitens der Behörden abgenommen. Man hört sogar positive Statements über christliche Gemeinden am Radio. Die Behörden erlauben heute sogar, eine bestimmte Anzahl Bibeln zu drucken. Die Zahl der Christen hat in den letzten zehn Jahren stark zugenom-
men. Allein innerhalb des Minderheitenstammes der »Hmong« sind um die 200 000
zum Glauben gekommen.
Allerdings üben lokale vietnamesische Behörden weiterhin Druck aus – besonders auf Minderheiten.

 

In der Praxis weiterhin Verfolgung


Invalid durch Landmine
Kinder der Hmong
Farbenprächtige Trachten

Die Hmong sind der gröβte Volksstamm Südostasiens. Allein in Vietnam leben über eine Million Stammes-
angehörige. Auch sie werden von lokalen Behörden nach wie vor stark unterdrückt und willkürlich verfolgt.


In Bibeldruck engagiert


Hmong-Bibel

AVC engagiert sich in den Druck und die Verteilung von Bibeln für den Stamm der Hmong und der Yao. Im Jahr 2007 konnten 6000 Hmong-Bibeln gedruckt werden.
Im Jahr 2009 werden 10 000 Hmong-Bibeln und 1000 Bibeln für den nordvietnamesischen Stamm der Yao gedruckt. Diese Aktivität wird auch in den folgenden
Jahren weitergeführt.



Vietnam

Hauptstadt                                                 

Hanoi

Fläche                                                        

329 560 km²

Einwohner                                             

86 117 000

Bevölkerungsdichte                                 

261,3 je km²

Lebenserwartung                                     

71,3 Jahre

Kindersterblichkeit                

23,6 (pro 1000) 

Alphabetisierung                                      

90,3%

Religionen                                                  

Buddhisten 9,3%, Katholiken 6,7%, Sonstige 3,2%, Konfessionslose 80,6%