In den Zelten Dschingis Khans
Wie zu Zeiten Dschingis Khans leben viele Mongolen noch heute in ihren traditionellen Zelten und ziehen mit ihren Herden zu Pferd durch das riesige, weitgehend unberührte Land. In dem sehr kurzen Sommer (Juni – September) gequält von Temperaturen bis zu 40 Grad plus, im Winter bis 40 Grad minus ausgesetzt. So drängen sie zunehmend in die Städte. Allein in der Hauptstadt Ulaanbaatar lebt die Hälfte der gesamten Bevölkerung. Dies führt zu großen Problemen wie Arbeits- und Obdachlosigkeit, hohe Kriminalität und Alkoholismus.
Solange das Land unter russischer Herrschaft stand, war eine Einreise praktisch unmöglich. Seit der Öffnung der Mongolei arbeitet AVC dort – zunächst allein und seit 1999 zusammen mit den Partnerorganisationen CLAIM und Asian Outreach.
Aufbauarbeit
Hilfe für Obdachlose
AVC beteiligt sich an der Finanzierung von zwei Obdachlosen-Centern in Ulaanbaatar. Arbeits- und obdachlos, die Familienverhältnisse zerrüttet und ohne Perspektive für die Zukunft – dies ist die Ausgangslage der Menschen, die dort Aufnahme finden. Für maximal ein Jahr dürfen sie dort bleiben und werden durch Schulung in lebensnotwendigen Bereichen wie Hygiene, Gesundheit, soziales Verhalten etc. auf die Wiedereingliederung in die Gesellschaft vorbereitet. Sie erhalten Hilfe bei der Jobsuche und ihre Kinder für den Anschluss an öffentliche Schulen.
Die Meisten finden zu einem lebendigen Glauben an Jesus, und als praktische Auswirkung finden Familien wieder zusammen. Nach Abschluss der Betreuungszeit dürfen die Familien ihre »Wohnung«, das traditionelle Ger als Existenzgrundlage mitnehmen. Dieses Projekt soll in der Zukunft weiter ausgebaut werden.
CEP Seminare
Mit Church Empowerment Programs (CEP), einem in Asien entwickelten, dreistufigen Schlungszyklus, werden kirchliche Mitarbeiter gründlich für ihre vielfältigen Aufgaben vorbereitet. AVC hilft bei der Finanzierung der dreimal jährlich stattfindenden Kurse, in denen jeweils um die 30 Mitarbeiter geschult werden.
Gemüsebau-Projekt
Ein Gemüsebau-Projekt in Ulaanbaatar, das nach einer Erprobungsphase erweitert wird, dient dazu, dass die örtlichen Projekte längerfristig durch den Verkauf des Gemüses von den Mongolen selbst finanziert werden können.
Hilfsgüter











