Explosiv
Die Idylle trügt. Laos ist arm und verwahrlost, heruntergewirtschaftet von einer seit 1975 herrschenden Militätjunta. Im Vietnamkrieg hat Laos mehr Bomben abbekommen als Vietnam selbst. Nicht geräumte Minenfelder sind neben der Armut und der politischen Lage ein weiterer, hochexplosiver Zündstoff, der noch Jahrzehnte nach dem Ende des Krieges Todesopfer fordert.
Vertreibung, Verschleppung und Ermordung
Wie so viele andere Staaten ist auch Laos weit davon entfernt, seinen Bürgern die grundlegenden Menschenrechte zu gewähren. Christen werden stark verfolgt und zahlen einen hohen Preis für ihren Glauben – Vertreibung, Verschleppung und Ermordung sind an der Tagesordnung. Allein der Besitz einer Bibel kann das Todesurteil bedeuten. Deshalb arbeitet AVC seit 1990 mit der asiatischen Hilfsorganisation »Ethnos« zusammen in Laos.
Hilfe für Christen und arme Landbevölkerung
Neben der Unterstützung verfolgter Christen will AVC durch ganzheitliche Hilfe die Lebenssitutation der äuβerst armen und hoffnungslosen Bevölkerung verbessern.
Bibeldruck
Bibeln und weiterführende christliche Literatur sind Mangelware; offiziell darf nichts dergleichen eingeführt werden. AVC unterstützt den Druck und die Verteilung von Bibeln. Diese haben für die Christen im Land einen unschätzbaren Wert.
Unterstützung verfolgter Christen
Am meisten leiden Christen aus Minderheitenstämmen. Sie werden aus ihren Dörfern vertrieben, ihr Eigentum wird konfisziert, die Dörfer niedergebrannt. AVC hat bereits vielen geholfen, eine neue Existenz aufzubauen. Dazu kommt die Unterstützung der Familien von rund einhundert vermissten Christen und derer christlicher Leiter, die zu Haftstrafen oder Zwangsarbeitslager zwischen einigen Monaten bis zu 15 Jahren verurteilt worden sind. AVC hilft Gefangenen und ihren Familien mit Lebensmitteln über die Runde. Die Arbeit im Land ist gefährlich – mehrere unserer Kontaktpersonen sind in den letzten Jahren umgebracht worden.
In Europa hat AVC Unterschriftensammlungen und/oder Demonstrationen zugunsten inhaftierter Christen durchgeführt. Dies hat – leider nur in einzelnen Fällen – zu Hafterleichterungen oder Entlassungen geführt.
CEP Seminare
Mit dem Church Empowerrment Programs (CEP), einem in Asien entwickelten, dreistufigen Schlungszyklus, werden kirchliche Mitarbeiter aus allen Denominationen gründlich für ihre vielfältigen Aufgaben vorbereitet. Jedes Jahr haben bisher um die 100 Mitarbeiter ausgebildet werden können. Seit 1990 sind rund150 christliche Gemeinschaften entstanden. Sie zeichnen sich durch ein starkes geistlichen und sozialen Engagement unter den Ärmsten in der Region aus.
Harvest Center (Landwirtschaftsprojekte mit Training)
In fünf Zentren werden Bauern Grundlagen über Reis-, Gemüse- und Obstanbau, Hühner-, Schweine-, Fisch-, Pilzzucht etc. beigebracht. Diese Schulungen werden oft in Zusammenarbeit mit Christen durchgeführt, die von der Dorfbevölkerung geächtet waren. Das Engagement dieser Christen für ihr Dorf hat einen starken Eindruck und nachhaltige Veränderungen bewirkt: Kirchen sind entstanden, ganze Dorfgemeinschaften haben aus ihrer Lethargie herausgefunden, die Lebensqualität hat sich deutlich verändert. Die auffällige Ordnung und Sauberkeit samt Blumen vor den Häusern sind vor dem Hintergrund dieses verwahrlosten Landes ein offensichtliches Indiz.
Ziel für ist Zukunft ist es, noch mehr solcher Zentren aufzubauen und damit die Lebenssituation der armen und deprimierten Bevölkerung entscheidend zu verbessern.






