Mafia, Malaria und Massai-Krieger
Das Land ist ein Glutofen. Manche bezeichnen Tansania als den heissesten Flecken der Erde. Sie mögen recht haben, denkt man an den Küstenstreifen am Indischen Ozean mit den vorgelagerten Inseln Sansibar und Mafia und das feuchtheisse Klima in der Metropole Dar-es-Salaam. Ob der hektische Autoverkehr die Menschen mehr quält oder die immer wieder auftretende Malaria, ist nicht untersucht – doch beides macht zu schaffen.
»Dienstmarathon«
Werner und Regina Drotleff sind die dienstältesten Mitarbeiter von AVC im Ausland. Sie haben ein Riesenherz für die Bevölkerung Tansanias; ebenso ihre drei KInder, die nach ihrer Ausbildung wieder dorthin zurückzukehren gedenken.
Tabea Geipel steht ihnen in nichts nach. Sie ist für viele Jugendliche so etwas wie eine Mutter geworden. Etliche »ihrer Jungs« waren auf bestem Weg, dauerhaft unter die Räder, ins Gefängnis oder anderweitig ins Elend geraten. Tabea hat ihnen Hoffnung geschenkt – und der Glaube an Jesus Christus hat sie verändert.
Heiss das Klima – heiss die Projekte
300 christliche Gemeinden
In Zusammenarbeit mit dem einheimischen Pastor Meenen werden zurzeit um die 300 christliche Gemeinden betreut, die in den vergangenen Jahren entstanden sind.
Kindergärten und Berufsschule
Auf der Insel Mafia sind bereits einige Kindergärten in Betrieb und eine Berufsschule im Bau.
Handfeste Hilfe für die Massai
Vor Jahren war es für Weiße noch ein gefährliches Unterfangen, das Massai-Gebiet im Norden Tansanias zu betreten. Heute sind die Mitarbeiter von AVC herzlich willkommen.
Die Veränderung ist durch ein Nothilfeprojekt ausgelöst worden, das viele Massai nach einer langen Dürre vor dem Verhungern bewahrt hat.
Heute wird bereits über 300 Massai-Kindern das ABC beigebracht – und deren
Vätern die Überzeugung, sich von ihrem »Kampf- und Rinder-Wahn« zu lösen; ein Befreiungsschlag auch für die Frauen.
Eine Anzahl von Wasserbrunnen sind erschlossen worden, als Trinkwasser und zur Bewässerung der Maisfelder.
Kinderdörfer
Afrika hat viele elternlose Kinder. In Morogoro und Kemondo haben Kinder Schutz und ein Daheim gefunden. Allein in Kemondo werden 115 Waisenkinder liebevoll betreut. Das Kinderdorf hat eine eigene Schule, in der etwa 340 Kinder eine weit überdurchschnittliche Schulbildung erhalten. Andrea Hartl kümmert sich seit 2003 um die Finanzen und administrative Angelegenheiten des Kinderdorfes.
Die Arbeit in Tansania hat kein Ende und übersteigt die menschlichen Kräfte; Bedauerlicherweise kann AVC nicht überall helfen. Doch was begonnen worden ist, soll auf einem hohen Niveau weitergeführt und ausgebaut werden, ob auf Mafia, in Kemondo oder bei den Massai.








